Rundherum

Zitate zum Thema aus unterschiedlichen Medien

Die mehrfache Gülledüngung und das Mähregime geben den Insekten kaum Überlebensmöglichkeiten, betont die Zoologin und Heuschreckenexpertin Inge Illich. Die Mähwerke würden die fragilen Körper der Insekten verletzen oder sie töten. „Jene Individuen, die überleben, verkriechen sich im gemähten Heu und werden anschließend luftdicht verpackt. Aus den Heuballen kommt kein Zirpen mehr“, sagt Illich. Als Wissenschafterin sei es ihre Pflicht, auf das Schwinden der Artenvielfalt und das lautlose Sterben im Bundesland vorwiegend aufgrund der intensiven Landwirtschaft aufmerksam zu machen.

 „Wird eine Wiese mehr als zweimal jährlich gemäht und regelmäßig gedüngt, wird sie beinahe schmetterlingsfrei“, erklärt der Schmetterlingsforscher Patrik Gros.

DerStandard, 01.04.2019

Der Biologe und Insektenkenner Patrick Gros vom Salzburger Haus der Natur bestätigt das. „Insbesondere Insekten, die auf Blüten und Kräuter angewiesen sind, gehen stark zurück.  Es wächst ja fast nur noch Gras auf den Wiesen. Früher hatte jeder Bauer seine intensiv bewirtschaftete Wiese, seine Heuwiese, seine Streuwiese. Die Gülle wurde nicht überall verteilt. Heute, mit den leistungsstarken Kühen, weiß man nicht mehr, wohin mit der Gülle. Sie wird in Schläuchen über die Felder gegossen.“ Überall könne man „kilometerlange Fettwiesen sehen, die man an ihrer giftgrünen Farbe erkennt“. Über dem Giftgrün aber ist es tot.

Salzburger Fenster, 21.08.2017

Ein schleichender Prozess, von dem die Vögel der offenen Kulturlandschaft am massivsten betroffen sind. 16 der dort vorkommenden Vogelarten stehen vor dem Aussterben, 19 sind akut bedroht. Als Ursachen nennt Eva Ranner von BirdLife: Intensivierung des Ackerlandes, immer mehr Dünger- und Pestizideinsatz, Entfernung von Landschaftsstrukturen und steigender Anteil von „Fettwiesen“. Das alles führe zum Verschwinden der Insekten und zum Abgesang der Vögel.

Oberösterreichische Nachrichten, 30.04.2018

Eine bunte und vielfältige Kulturlandschaft mit heimischen Wildblumen und Gehölzen ist das Ziel von NATUR VERBINDET, das wir gemeinsam mit den Grundbesitzern erreichen wollen. Deshalb sammeln wir bunte Ackerränder, vielfältige Blumenwiesen, Hecken und Blühflächen, naturnahe Wegränder und Uferstreifen! Helfen Sie uns Vielfalt sammeln und tragen Sie Ihre Flächen ein. Jeder Quadratmeter zählt!

www.naturverbindet.at, 08.08.2018