Derzeit wird die Hügelkuppe und die anschließenden Grünflächen von einem lokalen Bauern auf Wunsch der Stadtgemeinde mitbewirtschaftet. Sie wird circa 5 mal pro Jahr gedüngt und gemäht.
Mit dem Bauern besteht generell gutes Einvernehmen, er muss aber nach eigener Aussage die Wiese düngen, damit er genügend Ertrag erzielt. Die Wiese ist dadurch eine typische Fettwiese mit viel Löwenzahn im Frühling und ansonsten nur mit Gräsern. Artenvielfalt ist keine vorhanden. Durch die Lage mitten in der Siedlung wird auch kurz nach dem Düngen schon von (Klein-)Kindern wieder in der Wiese gespielt. Der Zugang zum Spielplatz nördlich des Grünstreifens ist dann auch nur durch die gedüngte Wiese bzw. über den mitgedüngten, kleinen Weg möglich.
Die Fläche A ist mit Maschinen schwerer erreichbar und wird daher durch die Gemeinde zweimal jährlich gemäht. Da diese Fläche schon seit einigen Jahren nicht mehr gedüngt wird, ist dort durchaus schon ein positiver Unterschied im Bewuchs
erkennbar.

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Der Biologe und Insektenkenner Patrick Gros vom Salzburger Haus der Natur bestätigt das. „Insbesondere Insekten, die auf Blüten und Kräuter angewiesen sind, gehen stark zurück. Es wächst ja fast nur noch Gras auf den Wiesen. Früher hatte jeder Bauer seine intensiv bewirtschaftete Wiese, seine Heuwiese, seine Streuwiese. Die Gülle wurde nicht überall verteilt. Heute, mit den leistungsstarken Kühen, weiß man nicht mehr, wohin mit der Gülle. Sie wird in Schläuchen über die Felder gegossen.“ Überall könne man „kilometerlange Fettwiesen sehen, die man an ihrer giftgrünen Farbe erkennt“. Über dem Giftgrün aber ist es tot.
Salzburger Fenster, 21.08.2017
Ein schleichender Prozess, von dem die Vögel der offenen Kulturlandschaft am massivsten betroffen sind. 16 der dort vorkommenden Vogelarten stehen vor dem Aussterben, 19 sind akut bedroht. Als Ursachen nennt Eva Ranner von BirdLife: Intensivierung des Ackerlandes, immer mehr Dünger- und Pestizideinsatz, Entfernung von Landschaftsstrukturen und steigender Anteil von „Fettwiesen“. Das alles führe zum Verschwinden der Insekten und zum Abgesang der Vögel.
Oberösterreichische Nachrichten, 30.04.2018
Eine bunte und vielfältige Kulturlandschaft mit heimischen Wildblumen und Gehölzen ist das Ziel von NATUR VERBINDET, das wir gemeinsam mit den Grundbesitzern erreichen wollen. Deshalb sammeln wir bunte Ackerränder, vielfältige Blumenwiesen, Hecken und Blühflächen, naturnahe Wegränder und Uferstreifen! Helfen Sie uns Vielfalt sammeln und tragen Sie Ihre Flächen ein. Jeder Quadratmeter zählt!
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